3D-Druck im Lehrwerk: Ausprobieren statt nur darüber sprechen
Im Lehrwerk wird nicht nur über moderne Technologien gesprochen – wir probieren sie aus und nutzen sie im Alltag.
Angefangen hat alles mit unseren eigenen Lehrwerk-Einkaufswagenchips. Sie waren sozusagen der Startschuss für unseren 3D-Druck. Aus einer ersten Idee wurde schnell die Erkenntnis: Da geht noch mehr!
Heute entstehen mit unseren 3D-Druckern ganz unterschiedliche Dinge. Teile für unsere Rechner, Kabelbinder, Dekoration, Werbegeschenke und praktische Lösungen für den Arbeitsalltag. Für unseren Tag der offenen Tür haben wir beispielsweise ein Glücksrad und kleine Werbegeschenke selbst gedruckt. Und auch unser Maskottchen Bytey ist als 3D-Druck entstanden.
Wenn man plötzlich überall Möglichkeiten sieht
Und wer einmal mit 3D-Druck angefangen hat, kennt wahrscheinlich dieses Phänomen: Plötzlich sieht man überall neue Möglichkeiten.
Man geht durch einen Raum und denkt: „Dafür könnte man doch etwas drucken.“ Etwas passt nicht richtig? Dann könnte man es vielleicht verbessern. Ein Teil ist kaputt? Vielleicht lässt sich ein Ersatzteil drucken. Etwas könnte praktischer, stabiler oder einfach schöner sein? Dann wird es eben verändert oder neu konstruiert.
Und manchmal läuft es auch ganz anders: „Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt – aber jetzt, wo ich es gesehen habe, muss ich es haben!“ 🙂
Von der Idee zum fertigen Produkt
Genau das macht den 3D-Druck so spannend. Aus einer Idee entsteht ein digitales Modell, das anschließend tatsächlich gedruckt und ausprobiert werden kann. Man entwickelt, testet, verändert und verbessert. Dadurch wird die eigene Kreativität immer weiter angeregt – und die Ideen werden mit der Zeit oft immer ausgefeilter.
Reparieren statt wegwerfen
Auch beim Reparieren eröffnet der 3D-Druck ganz neue Möglichkeiten. Ein kleines Ersatzteil ist kaputt oder nicht mehr erhältlich? Vielleicht lässt es sich selbst konstruieren und nachdrucken.
Bei uns konnten so bereits ganz unterschiedliche Dinge repariert werden – zum Beispiel ein Schredder, ein Staubsauger und sogar Ersatzteile für unsere eigenen 3D-Drucker. 🙂
Das ist nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig: Statt einen Gegenstand direkt wegzuwerfen und neu zu kaufen, kann manchmal ein kleines selbst gedrucktes Ersatzteil die Lösung sein. Das spart Geld, schont Ressourcen und zeigt ganz nebenbei, dass sich viele Dinge mit etwas Kreativität und technischem Know-how reparieren lassen.
Praktisches Lernen mit kreativer Abwechslung
Für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der 3D-Druck außerdem eine willkommene Abwechslung zum klassischen Unterricht. Nach konzentrierten Lernphasen bietet er die Möglichkeit, den Kopf freizubekommen und sich praktisch und kreativ mit einem eigenen Projekt zu beschäftigen.
Aus dieser Begeisterung können auch anspruchsvolle Projekte entstehen. Im Rahmen eines IHK-Abschlussprojekts wurde beispielsweise einer unserer 3D-Drucker netzwerkfähig gemacht. So konnte ein praktisches Projekt aus dem Arbeitsalltag mit den technischen Inhalten der Umschulung verbunden werden.
Technik, Kreativität und ein anderer Blick auf die Welt
Der 3D-Druck verbindet bei uns Technik, Kreativität und praktisches Lernen. Er hilft dabei, Dinge nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern sich zu fragen: Kann man das vielleicht besser machen?
Und manchmal lautet die Antwort einfach: Ja. Und man kann es drucken.
Eine Idee. Ein 3D-Modell. Ein fertiges Produkt. Und plötzlich sieht man die Welt ein bisschen anders.
